Warum ein „Kompetenznetz für das Alter“?
Der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft in Deutschland nimmt beständig zu. Damit der demographische Wandel nicht allein als soziales und politisches Problem wahrgenommen wird, bedarf es innovativer Ideen. Der Ausbau gerontologischer Forschung sowie die Weiterentwicklung gerontologischer und geriatrischer Aus-, Fort- und Weiterbildung stellen die Schlüssel für den Umgang mit dem demographischen Wandel dar.
Es besteht Einigkeit darüber, dass die Lebensqualität älterer Menschen das Kriterium für die Qualität von Forschung und Lehre sein muss. So liegt die Frage nahe, inwieweit ältere Menschen zur Bewältigung der aktuellen und zukünftigen demographischen Herausforderungen sinnvoll in gerontologische Forschung und Lehre einbezogen werden könnten. Diesem Anliegen widmete sich der Arbeitskreis „Konzertierte Aktion für Gerontologie Berlin-Brandenburg“, der auf Initiative des Sozialwerk Berlin e.V. (Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum) entstand und sich aus älteren Menschen, gerontologischen Wissenschaftlern sowie Praktikern aus dem Gesundheits-, Sozial- und Altenselbsthilfebereich u.a. zusammensetzt.
Im Dezember 2003 wurde auf Betreiben des Arbeitskreises die Geschäftsstelle „Kompetenznetz für das Alter” gegründet. Die Sprecher dieses Modellvorhabens, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über zwei Jahre gefördert wurde, waren Käte Tresenreuter (Sozialwerk Berlin e.V.), Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer (Deutsches Zentrum für Altersfragen) und Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey (Institut für Medizinische Soziologie der Charité-Universitätsmedizin). Am 28. Februar 2006 endete die zweijährige Förderphase. Aus dem Modellprojekt heraus sind jedoch Teilvorhaben und weiterführende Projektideen entstanden, die auf ehrenamtlicher Basis weitergeführt werden.
Was will das Kompetenznetz erreichen?
Im Rahmen eines Modellvorhabens sollte für die Region Berlin-Brandenburg untersucht werden, in welcher Form die Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten älterer Menschen besser genutzt und integriert werden können. Diese Form der Einbeziehung von Älteren in die gerontologische Forschung macht die Einmaligkeit des Modellvorhabens aus. Dazu sollte:
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die Kooperation bestehender gerontologischer Forschungs-einrichtungen in der Modellregion verbessert werden,
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die Infrastruktur für Forschung und Lehre gestärkt werden sowie
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der Wissenschafts-Praxis-Transfer belebt werden, indem z.B. aus der Altenselbsthilfe kommende Innovationen für Wissenschaft, Lehre und Praxis nutzbar gemacht werden.
Die Geschäftsstelle verstand sich dabei als Plattform für die Kommunikation von Forschungsergebnissen und Erfahrungen. Über sie wurden Verbindungen geknüpft und Projekte initiiert. Zusätzlich wurde das Projekt von Arbeitsausschüssen zu verschiedenen Schwerpunktthemen begleitet.
Die Ergebnisse des Projektes wurden nach zweijähriger Laufzeit in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst. Dieser Bericht kann im Abschnitt "Aktuelles" herunter geladen werden. Im Abschnitt "Arbeitsausschüsse" finden Sie die Berichte der einzelnen Ausschüsse.
Nachstehend wird die von dem Vertreter der Bundesregierung auf der Abschlussveranstaltung am 16. Februar 2006 gehaltene Rede wiedergegeben:
Ministerialdirektor Rudolf Herweck,
Leiter der Abteilung 3 „Senioren“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, anlässlich der Abschlussveranstaltung am 16. 02. 2006:
„Liebe Frau Tresenreuter,
lieber Herr Tesch-Römer,
liebe Frau Kuhlmey,
meine Damen und Herren,
ich bin froh, dass ich heute bei dieser Abschlussveranstaltung unseres Modellprojekts „Kompetenznetz für das Alter“ für Frau Ministerin von der Leyen anwesend sein kann. Leider ist es Frau Ministerin nicht möglich, Ihnen persönlich die Grüße zu übermitteln.
Aber ich denke, es wird mir gelingen, Ihnen die Bedeutung unserer altenpolitischen Vorhaben für die gesamtpolitischen Ziele des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufzuzeigen.
Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass aufgrund der Alterung der Gesellschaft die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben in Zukunft von einer zahlenmäßig geringeren und insgesamt älteren Bevölkerung zu bewältigen sind. In der aktuellen Diskussion erleben wir, dass in der Regel die damit verbundenen Probleme im Vordergrund stehen.
Ich meine den Belastungsdiskurs, der sich damit beschäftigt, wie wir die Probleme der sozialen Sicherungssysteme lösen können.
Ich denke aber, dass es viel wichtiger ist, in dieser Diskussion zu vermitteln, dass der demografische Wandel gestaltbar ist und dass in einer alternden Gesellschaft stärker als bisher auch die Chancen für Innovation, Wachstum und Beschäftigung gesehen werden müssen.
Wir wollen erreichen, dass die gewonnenen Jahre für die Älteren und für die Gesellschaft besser genutzt werden.
Deshalb brauchen wir Rahmenbedingungen, die es älteren Menschen ermöglichen, ihre Potenziale besser in die Wirtschaft und stärker – das ist ja auch Ihr Thema – in die Gesellschaft einzubringen. Und das geschieht nicht von selbst.
„Die Vorzüge des Alters kommen nicht von selbst, man müsse auch etwas dafür tun“.
Zu diesem Fazit kommt kein geringerer als der Römer Cicero in seiner berühmten Schrift „Über das Alter“. Wenn seine Erkenntnis auch schon eine Weile her ist, so ist sie doch heute noch genauso aktuell wie in der Römischen Republik und sie könnte auch von Ihnen, liebe Frau Tresenreuter, stammen. Natürlich kannte Cicero die Vorausberechnungen des demografischen Wandels nicht, die prognostizierten, dass im Jahr 2040 in Deutschland etwa 34% der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein werden. Diese Zahlen rücken die älteren Menschen wieder in das Zentrum der Gesellschaft. Sie stellen eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft dar, sie zeigen aber auch die Chancen des demografischen Wandels.
Ältere Menschen sind nicht das Problem, sie sind ein Teil der Lösung.
Woran müssen wir arbeiten, damit ältere Menschen ein Teil der Lösung sein können? Sie müssen – das ist die Antwort – ihre Potenziale, ihre Fähigkeiten, ihre Fertigkeiten und Erfahrungen mehr als bisher in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen können.
Betrachten wir das Thema „Ältere Arbeitnehmer“. Wir stehen vor der Situation, dass von den 55- bis 64-Jährigen in Deutschland nur noch etwa 41,2% erwerbstätig sind. In anderen Ländern sind es mehr, in Finnland 50%, in Schweden 70%. Die Lissabon-Strategie der Europäischen Gemeinschaft sieht auch für uns vor, dass bis 2010 55% dieses Personenkreises – also der 55- bis 64-Jährigen – erwerbstätig sein können und sollen.
Da steht noch einiges an Arbeit bevor. Wir können es aber erreichen, wenn wir dafür Sorge tragen, dass durch lebenslanges Lernen, durch Gesundheitsförderung und durch eine altersbewusste Personalpolitik ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf ihrem Arbeitsplatz gesund altern können, und dass sie auch, was das Wissen anbelangt, à your bleiben können. Dies ist ein Ansatz im Sinne der Menschen, es ist aber auch eine Frage des Standorts. Die Erfahrung älterer Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft ist ein wichtiger Standortfaktor.
Der zweite Punkt, den ich nur ganz kurz streifen will, ist, dass wir auf das Thema „Wirtschaftsfaktor Alter“ achten müssen.
Ältere Menschen stellen einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar. Ihre Interessen und Bedürfnisse werden im Wirtschaftsleben allerdings noch viel zu wenig berücksichtigt. Wir müssen also darauf hinarbeiten, und wir tun dies auch, dass diese Bedürfnisse älterer Menschen bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, insbesondere auch von den Finanzdienstleistungen, besser beachtet werden. Ich denke, das ist nicht nur ein Faktor, der mehr Lebensqualität mit sich bringt, das ist auch ein Impuls für Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Aber wir wollen uns heute ja etwas mehr mit der Frage der Einbringung von Potenzialen in die Gesellschaft befassen.
Wir müssen uns sehr intensiv damit beschäftigen, wie wir Rahmenbedingungen dafür schaffen können, dass ältere Menschen ihre Bereitschaft zum freiwilligen Engagement auch leben können. „Bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfeinitiativen sind wichtige Bestandteile einer Gesellschaft mit menschlichem Gesicht“ hat unsere Ministerin vor kurzem gesagt.
Laut dem jüngsten Freiwilligensurvey engagieren sich über 23 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland für das Gemeinwesen. Das ist eine beeindruckende Zahl, über die wir viel zu wenig sprechen. Dabei brauchen wir die Selbsthilfebewegungen und das bürgerliche Engagement mehr denn je, denn der Staat könnte nicht all die Aufgaben professionell erfüllen, die Jung und Alt unentgeltlich übernehmen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher und sozialer Unsicherheit ist freiwilliges Engagement ein kostbares Gut, das wir pflegen müssen. Wir brauchen, was das Alter an Gelassenheit und Augenmaß, an Weisheit und Wissen beisteuern kann. Auf diesem Boden wächst der Zusammenhalt der Generationen, auf dem eine Gesellschaft aufbaut.
Es ist ja auch so, dass viele ältere Menschen in der Freiwilligenarbeit ein sinnstiftendes Element sehen. Die zweite Welle der Befragung hat ergeben, dass 40% der 55- bis 64-Jährigen und 26% der über 65-Jährigen ehrenamtlich tätig sind. Die Bereitschaft älterer Menschen zur Übernahme eines Ehrenamtes ist damit im Vergleich zu den Daten von 1996 um fast 6% gestiegen. Dabei sind die älteren Menschen die stärkste Wachstumsgruppe, wenn es um bürgerschaftliches Engagement geht. Sie suchen aber zunehmend Tätigkeiten, in denen sie sich eigenverantwortlich einbringen können, indem sie sozusagen für sich und andere gleichermaßen tätig sind.
Dies bedeutet: Wir müssen über neue, innovative Ansätze des bürgerschaftlichen Engagements nachdenken. Dem quantitativen Ausbau des freiwilligen Engagements muss auch der qualitative Ausbau folgen. Dazu gehört nicht nur die unterstützende Struktur durch Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen oder Ehrenamtsbörsen, sondern hierzu gehört auch, dass man sich Gedanken macht über die Inhalte der Freiwilligenarbeit. Zur Freiwilligenarbeit werden wir nur dann ganz entschieden beitragen können, wenn wir denen, die freiwillige Arbeit leisten, ermöglichen, mitzureden, mitzugestalten, gewissermaßen das, was sie tun, selbst zu organisieren und selbst zu verwalten.
Das sind Dinge, die man auch mit dem Begriff Partizipation umschreibt. Wenn es uns nicht gelingt, hier partizipative Ansätze umzusetzen, dann werden wir auch nicht erfolgreich in Sachen freiwilliges Engagement sein. Zu diesen innovativen Ansätzen gehört selbstverständlich auch das, was mit dem „Kompetenznetz für das Alter“ angestoßen worden ist.
Wir haben eine Reihe von Programmen und von Projekten in Sachen ehrenamtliches Engagement ins Leben gerufen. Das, was Sie sicherlich zuletzt vernommen haben, sind die Generationen übergreifenden Freiwilligendienste aller Altersgruppen. Bei diesem Programm haben sich in über 50 Einzelprojekten, Projektverbänden Bürgerinnen und Bürger jeden Alters engagiert, die nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten die Verantwortung für Junge, für Alte, für Behinderte, für Schüler oder auch für besonders belastete Familien übernehmen. Der Aufbau dieser Generationen übergreifenden Freiwilligendienste wird hoffentlich weitere Initiativen besonders auf örtlicher Ebene anstoßen.
Meine Damen und Herren, auch die neue Bundesregierung misst dem Engagement von Älteren für Ältere und besonders solchen Engagementformen, die den Zusammenhalt der Generationen fördern wollen, sehr hohe Bedeutung bei. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD vom November 2005 haben wir die Förderung der Bürgergesellschaft als einen wichtigen Baustein markiert. Schwerpunkte werden insbesondere die Verbesserung der Rahmenbedingungen durch die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts sowie der Ausbau der Freiwilligendienste sein.
Ein weiteres wichtiges Stichwort wird die Schaffung von Mehrgenerationen-häusern in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sein. Sie verstehen sich als Beitrag zum Aufbau neuer Kontaktmöglichkeiten von Alt und Jung. In Mehrgenerationenhäusern kommen alle Generationen unter einem Dach zusammen. Sie erschließen bürgerschaftliches Engagement und machen Zusammenhalt erfahrbar. Damit wollen wir den Kreislauf des Gebens und Nehmens zwischen den Generationen, aber auch das Leitbild des produktiven Alters stärken. Das Geben und Nehmen von Zuwendungen, von Wissen und Zeit bereichern uns alle. Unbezahlte Arbeit gehört zur Lebensqualität unserer Gesellschaft, obgleich sie nicht in die volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eingeht.
Jenseits von Jugendwahn und Pathologisierung des Alters müssen die Potenziale der älteren Generation viel mehr in Anspruch genommen werden. Sie haben das Fachwissen, die berufliche Erfahrung, die Fertigkeiten und Sie haben dank Ihres Alters auch mehr Lebenserfahrung. Das sind die Ressourcen, auf die man nicht länger verzichten kann. Deshalb hat das Bundesseniorenministerium jetzt auch ein Programm aufgelegt, bei dem es darum geht, Kommunen dabei zu unterstützen, Aufgaben für das Gemeinwesen in die Hände von engagierten älteren Menschen zu geben. Dieses Programm heißt „Selbstorganisation älterer Menschen“. Hier liegt die Überlegung zugrunde, dass es sich für die Kommunen lohnt, diese neue Form des Engagements von älteren Menschen aktiv zu unterstützen. Denn ältere Menschen sind häufig bereit, ehrenamtliche Leistungen zu übernehmen, die die Kommunen in der heutigen schwierigen Situation der öffentlichen Haushalte nicht länger alleine erbringen können. Das heißt, das Ganze ist ein Gewinn für alle Generationen. Schwimmbäder, Bibliotheken, Altentagesstätten, Jugendtreffs können bereits heute in vielen Kommunen ohne das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern nicht in vollem Umfang betrieben werden. Das Modellprojekt des Bundes-ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die Kommunen darin, Wege zu finden, wie sie solche Leistungen nicht vollständig kommerziali-sieren oder aber einschränken müssen, sondern sie mit freiwilligem Engagement insbesondere von älteren Menschen, von Vereinen und Bürgergruppierungen erhalten können.
Ein weiteres Projekt des Bundesministeriums ist im Dezember vorigen Jahres ins Leben gerufen worden. Es ist das „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement“. Mit Aktionstagen, Werbekampagnen, Medienkooperation setzt sich das Netzwerk dafür ein, die freiwillige Leistung stärker in der Öffentlichkeit anzuerkennen. Dieses Netzwerk ist ein Zusammenschluss verschiedener Vereine, Verbände, Initiativen und Organisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Vertreter dieser Sektoren arbeiten zu verschiedenen Themen in Projektgruppen zusammen. Das Bundesministerium ist Partner und Förderer dieses Bündnisses.
Sie sehen, wir setzen auf die Unterstützung und Schaffung von neuen Netzwerken, und so sollte auch das Modellprojekt „Kompetenznetz für das Alter“ innovative Wege zur Integration der Kompetenzen älterer Menschen in dem notwendigen Umstrukturierungsprozess einer altersgewandelten Gesellschaft aufzeigen. Es sollten möglichst praktische Voraussetzungen dafür entwickelt werden, dass in Zukunft die Kompetenzen älterer Menschen in die Weiterentwicklung der gerontologischen Praxis, Lehre und Forschung einfließen können.
Nach zwei Jahren Modelllaufzeit des Kompetenznetzes konnte eine Zusammenführung von Netzwerkpartnern aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern erreicht werden, erste Vernetzungsschritte sind gelungen, es wurden Grundstrukturen geschaffen für eine weitere Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen mit verschiedenen Interessen, immer mit dem Ziel, Ideen zur Teilhabe Älterer an Wissenschaft, Lehre und Forschung zu entwickeln.
Eines dieser wichtigsten Ergebnisse ist die Bündelung kreativer Ideen, die auch für die Zukunft tragfähig sein werden. Vielleicht gelingt es uns den Namen „Kompetenznetz für das Alter“ mit kreativen Ideen und gemeinsamen Netzen am Leben zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Vielleicht gelingt es auch eines Tages, in jeder Region ein Kompetenznetz für das Alter einzurichten.
Meine Damen und Herren, ich habe mein Grußwort mit einem Blick in die Geschichte begonnen und ich möchte auch mit einem Blick in die Geschichte enden. In der Römischen Republik wurden bestimmte Politiker nicht bezahlt, sie arbeiteten ehrenamtlich. Ihre Tätigkeit wurde im Alter mit einem lebenslangen Speiserecht im Rathaus der jeweiligen Stadt honoriert. Hätte ich die Wahl, ich würde mich für die Kuchentafel von Frau Tresenreuter entscheiden. Ich danke Ihnen!“